Reformierte Kirchgemeinde Walterswil, BE

Meine Stärke, an dich will ich mich halten, denn Gott ist meine Burg (aus Psalm 59,10)

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Frühling ...

Im Frühling bricht sich neues Leben Bahn: Knospen springen auf, Blütenduft erfüllt die Welt, Vögel zwitschern uns laut ihr Willkommen, den Tag zu wagen, nützen und geniessen. Frühling ist eine Zeit des Aufbruchs und der Träume. Neues kommt! Die Energie dieser bahnbrechenden Lebenslust kann uns erfassen. Wir sind ein Teil der Erde und nicht unbedeutend, gar nicht. Im Frühling wird uns die grosse Fülle vor Augen geführt, die in der winterlichen Kargheit schon drin steckt – Energie und Lebenskraft, die sich aufmacht zu werden.

‚Siehe, ich schaffe Neues, schon spriesst es, erkennt ihr es nicht?‘ Das ruft nicht ein Frühlingsbote, sondern ein Gottesmann, der vor 2500 Jahren lebte (Jes 43,19). Zu dieser Zeit war das Grossreich Babylon am Ende und einige machten sich aus dem Exil auf, nach Jerusalem zurückzukehren. ‚Schaut euch um, seht und lernt sehen, Gott wirkt Neues, schon spriesst es!‘

Erkennen, den Verstand benützen und empfänglich sein, mehr ist nicht möglich. Das bewahrt uns vor Selbstüberschätzung: ‚es‘ spriesst – ‚es‘ wirkt. Gott schafft Neues.

Mag während des Winters die Natur noch so dürr und tot erscheinen – und wer noch nie einen Frühling erlebt hat, wird ein Aufbrechen neuer, lebendiger, grüner Sprossen als unwahrscheinlich erachten. Wir jedoch, die wir den Frühling kennen und in uns tragen, haben diesbezüglich einen weiteren Horizont. Wir haben die Gewissheit, dass das Leben wieder erwachen wird. Ähnlich und doch anders ist es, wenn Menschen Erfahrungen mit Gott machen, diese Horizonterweiterung, die das Unendliche, Transzendente in sich trägt. Mystiker haben versucht, das ihnen Ergangene in Worte zu fassen. Es ist kaum zu beschreiben und kann eigentlich nur selbst erfahren werden.

Dieses Frische, das Gott schaffen will, äussert sich für jeden und jede von uns verschieden – je nach der eigenen, besonderen Lebenssituation. Wichtig ist es, offen zu sein und empfänglich für dieses Neue, welches Gott in unserem Leben – egal, wie alt wir sind – schaffen will und wird. Gott kann und will mit allen von uns etwas anfangen und verfügt über genügend schöpferische Phantasie. Gott hat für jedes Alter Neues, auch über unser irdisches Leben hinaus.

April ist auch der Ostermonat. Ja. Wie das beschreiben, was passiert ist in der ersten Osternacht? Der Tod des Todes. Die Auferstehung. Wie können wir davon sprechen? Wie verkünden, was stets ein Suchen nach Worten war, ein Ringen um einen Ausdruck, damit das Unfassbare fassbar, das Unerhörte hörbar, das Überwältigende verstehbar werde? Nachdem sie wohl zunächst eine Zeitlang geschwiegen haben, dann doch: Ein Versuch mit Worten einzufangen, was unaussprechlich scheint. Da gab es erst nur kurze Sätze, eher einem Aufschrei gleichend, wie die persönliche Erschütterung ihn jeweils ganz individuell formt. Bestimmt war es am Anfang nicht ein ruhiges Erzählen des Erlebten, wie wir es in den Ostergeschichten der Evangelien nachlesen können.

 

 

Brigitte Siegenthaler hat das 60 % Pfarramt am 1.2.2019 angetreten und ist ins Pfarrhaus eingezogen.

 

 

Ein ausführlicher Bericht gibt Einblick in den Verlauf der Versammlung.

Das ist der schnellste Weg zum Pfarramt: Tel. 062 964 12 09, oder per E-Mail brigitte.siegenthaler@gmail.com

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